Luft
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Zuletzt bearbeitet:
29. 1. 2011




























 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Luftbelastung

Wie hoch ist die Luftbelastung an der B 1?

Stickstoffdioxidkonzentration an der B 1 in Dortmund
(Mikrogramm/cbm Luft, Jahresmittelwerte)

Messstelle

Rheinlanddamm 5/7

Westfalendamm 190
(Heliandkirche)

Grenzwert nach der
22. BImSchV

LANUV-Code

VDOB 12

VDOB 11

 

Jahr

 

 

 

2006

56

53

48

2007

56

49

46

2008

48

43

44

2009

56

49

42

2010

-

-

40

Quelle: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV): www.lanuv.nrw.de/luft/immissionen/aktluftqual/einzel.htm

Anmerkungen:
Die Messung erfolgt mit „Passivsammlern“.
Rot markierte Werte: Grenzwert überschritten.
Die Luftverbesserung in 2008 wurde durch die Einführung des nächtlichen Durchfahrtsverbots für Lkw bewirkt. Der darauf folgende Anstieg der NO2-Konzentration lässt sich vermutlich durch die Zunahme der Verkehrsmenge erklären.
Die Messwerte für 2010 liegen noch nicht vor.
Zu weiteren Werten für Dortmund vgl. Stadt Dortmund, Fachbereich 60, Drucksache Nr. 01105-10, „Luftqualität in Dortmund, Sachstand“. Vorlage für den Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung, Wohnen und Immobilien zur Sitzung am 23.6. 2010.

Frühere Messungen

Bereits 2001 gab es eine zu hohe Luftbelastung an der B 1 durch Stickoxide und Ruß ("Zu hohe Werte bei Schadstoffen", RN 23.8.2001)

Schon im Jahr 2000 wurde die Feinstaubkonzentration an der B 1, Kreuzung Lübkestraße, durch den RWTÜV gemessen. Es gab 120 Überschreitungstage für den Grenzwert bei Feinstaub (Messverfahren und Ergebnistabelle).

Wissenschaftler: Gute Luft rettet Leben (SZ, 06. 10. 2009)

Ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 5.4. 2002 erläutert den Stand der medizinischen Diskussion um Luftreinhaltung und Lärmschutz, die zu neuen EU-Richtwerten (z.B. für Feinstaub) geführt hat.

Wie wirkt sich die Luftbelastung durch die B 1 auf die Anwohner aus?

Lärm und Abgase entlang der B 1 machen krank. Auch Lärm und Stickoxide beeinträchtigen die Gesundheit.

Typische Krankheitsbilder: Schlafstörungen, Asthma, verkalkte Herzkranzgefäße, Schlaganfall und Herzinfarkt.

Eine wissenschaftliche Untersuchung des Landesumweltamtes NRW, die „Fein­staubkohortenstudie Frauen in NRW“, belegte vor kurzem, dass das Wohnen an stark befahrenen Straßen die Lebenserwartung um bis zu 10 Jahren herabsetzt (Presse; Studie).

Ein Arzt wertete seine Patientenkartei aus und kam zu dem Schluss: "Die B 1 macht krank" (Pressemitteilung und Presseartikel über ein Gutachten des Arztes Dr. M. Pieper).

Wie viele Menschen wohnen an der B 1?

Im kritischen Immissionsbereich innerhalb von 100m rechts und links der B 1 zählten wir ca. 280 Wohngebäude, in denen mindestens 1.200 Menschen wohnen. Auch viele der Beschäftigten in den Bürogebäuden entlang der B 1 sind Feinstaub, Abgasen und Lärm ausgesetzt.

Wir fordern eine Messstation an der B 1

In einer Pressemitteilung forderte die B 1-Initiative die Einrichtung einer Messstation an der B 1 zur Messung der aktuellen Luftbelastung insbesondere bei Feinstaub (Pressemitteilung). Diese Forderung wird auch vom Rat der Stadt Dortmund und der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost unterstützt. Eine Messstation für Feinstaub wurde vom Landesumweltamt mit der Begründung abgelehnt, dass die Stadt Dortmund diese zum Stichtag nicht angefordert hatte.

Das Landesumweltamt empfiehlt in seinem Ablehnungsschreiben an die B 1-Initiative vom 9. 7. 07, die Stadt Dortmund zur Teilnahme am Programm für Luftbelastungsrechnungen zu bewegen, "damit ggf. bei der weiteren Messplanung auch Belastungsschwerpunkte an der B 1 in Dortmund zukünftig Berücksichtigung finden können".

Die Stadt Dortmund führt Modellrechnungen zur Luftbelastung mit Feinstaub und Stickoxiden durch. Diese Modelle bilden aber die reale Situation noch nicht ausreichend genau ab.

Passivsammler zur Stickoxidmessung an der B 1

Nach einem Antrag der B 1-Initiative stellte das Landesumweltamt NRW als Ersatzmaßnahme sog. Passivsammler zur Messung der Belastung mit Stickoxid und Benzol an zwei Standorten an der B 1auf: am Westfalendamm vor der Heliandkirche und am Rheinlanddamm ca. 50m westlich der Kreuzung mit der Märkischen Straße vor dem Haus 5/7, die seit dem 3. 11. 2005 in Betrieb sind (Messwerte der Passivsammler).

Wie breitet sich Feinstaub in der Umgebung aus?

Hierzu weiß man noch wenig. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung aus Berlin nennt einige erste Ergebnisse (Feinstaub in Berlin).